Lebendiger Campus-Rundgang zum Thema Artenvielfalt

 

Mitarbeitende der TH Bingen nutzten Anfang Juli beim Campus-Rundgang die Gelegenheit, ihren Schreibtisch zu verlassen und bei Vorträgen und Führungen der Studierenden von Professorin Hietel und Professor Rademacher die Artenvielfalt rund um die Hochschule kennenzulernen.

Start war am Phänologischen Garten, welcher der Beobachtung der jahreszeitlich wiederkehrenden Veränderungen von Pflanzen dient. Phänomene wie Blattentfaltung, Blüte, Fruchtreife, Laubverfärbung und Blattfall werden hier genau dokumentiert und die Daten in Beziehung zu den dafür maßgeblichen Umweltfaktoren gesetzt.

So können Forschende die für die Region spezifische natürliche Vegetationszeit definieren, den Ablauf der jährlichen Pflanzenentwicklung darstellen und die Auswirkungen des Klimawandels aufzeigen.

Der Phänologische Garten der TH Bingen ist Teil des Global Phenological Monitoring Programms (GPM), in dem Wissenschaftler weltweit untersuchen, wie Pflanzen auf klimatische Bedingungen und Klimaveränderungen reagieren. Neben der Anlage auf dem Campus in Büdesheim gibt es einen zweiten Standort im Park am Mäuseturm in Bingen.

https://www.th-bingen.de/studium/studienpraxis/labor/phaenologischer-garten/ 

Weiter ging es hinter dem Gewächshaus, wo die sogenannten „Invasiven Neophyten“ wachsen. Das sind Pflanzen, die nach der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 nach Europa gelangt sind und aufgrund ihrer raschen Verbreitung in ökologischer Hinsicht bedenklich sind. Die Studierenden zeigten und erläuterten den Teilnehmern des Rundgangs zwei invasive Arten: das orientalische Zackenschildchen sowie die Kugeldistel.

An der dritten Station wurde das Bewässerungssystem des semiintensiven Dachbegrünungsmodells erklärt. Die Mitarbeitenden erfuhren, wie eine solche Dachbegrünung die Umgebungstemperatur senkt, Feuchtigkeit speichert und zur Artenvielfalt beitragen kann. Auch Insekten finden auf einem begrünten Dach ein paar leckere Happen, um sich zu ernähren.

Gekostet wurden unterwegs auch die essbaren Gartenkräuter (z. B. Liebstöckel und Knoblauch-Schnittlauch) vom „essbaren Campus“ sowie das Erkennen von Physalis, Tomate und Co geübt.

Abschließend wurde im Mikroskopielabor anhand echter Modelle eindrucksvoll der Unterschied zwischen Insekten und Spinnen erklärt.

Die zweite Führung fand am 12. Juli auf dem Rochusberg statt.

Hier finden Sie eine Liste für empfehlenswerte Pflanzen zur Dachbegrünung.

Foto: TH Bingen, Christine Böser

 

 


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