Pressemitteilung |

Minister Clemens Hoch überzeugt sich von Lebendzellmikroskop

Im Rahmen der MWG-Geräteinitiative zur Stärkung der Biotechnologie-Infrastruktur an den Hochschulen in Rheinland-Pfalz konnte an der TH Bingen ein modernes Lebendzellmikroskop eingerichtet werden. Wissenschafts- und Gesundheitsminister Clemens Hoch besuchte am 18.10.2022 die Technische Hochschule Bingen und nutzte die Gelegenheit, das Mikroskop zu bedienen und für einen Moment in die faszinierende Welt der biotechnologischen Forschung einzutauchen. 

Mit Hilfe des neuen Mikroskops können Untersuchungen am lebenden System vorgenommen und so dynamische Veränderungen in Zellen beobachtet werden. Die Methode der Lebendzellmikroskopie liefert dabei wichtige Erkenntnisse über die Funktionsweise von Zellen und über den Wirkmechanismus von Pharmazeutika. Konkret werden an der TH Bingen mit Hilfe des neuen Mikroskops Immunzellen nach einer SARS-CoV2 Infektion charakterisiert, Infektionswege von Viren in lebenden Zellen in Echtzeit verfolgt und die Wirksamkeit eines aus Pilzen gewonnenen Wirkstoffs gegen Krankheitserreger in menschlichen Zellen untersucht. Erkenntnisgewinne aus den mikroskopischen Untersuchungen können so u.a. zur Entwicklung von neuen Therapien beitragen.

„Ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt für innovative Anwendungen der Biotechnologie sind die Hochschulen und deren Einrichtungen, die für die Ausbildung der hochqualifizierten Fachkräfte von morgen einstehen und zugleich Ideenschmieden für neue innovative Forschungsansätze sind. Mit der Geräteinitiative zur Stärkung der Biotechnologie-Infrastruktur an den Hochschulen leistet das Land nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie, sondern auch zur Stärkung des Forschungs- und Biotechnologiestandorts Rheinland-Pfalz.“, so der Minister bei seinem Besuch.

Die TH-Präsidentin Prof. Antje Krause ergänzt: “Die aktuelle Förderung der Biotechnologie am Standort Bingen gibt uns noch einmal einen Schub in unseren Bachelor-Studiengängen Biotechnologie, Angewandte Bioinformatik und dem Fernstudiengang Medizinische Biotechnologie. Die Investitionen des Landes kommen damit nicht nur der angewandten Forschung in diesen Bereichen sondern auch unseren Studierenden zugute, die bereits während ihres Studiums in aktuelle Forschungsfragen eingebunden werden."

Das neue Lebendzellmikroskop trägt langfristig zur Schärfung des Forschungsprofils der TH Bingen und zur Stärkung des Hochschulstandorts Bingen bei. Neben aktuellen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie können mit Hilfe der Lebendzellmikroskopie zukünftig weitere biomedizinisch relevante Themen in Forschung und Lehre an der TH Bingen ausgebaut werden. So wird die neue Investition einen wesentlichen Beitrag für das erst kürzlich durch das MWG bewilligte Forschungskolleg „ParaMorphoPharm“ leisten, das eine Vernetzung der Hochschule Trier (Umweltcampus Birkenfeld), der TH Bingen und der JGU Mainz durch kooperierende Promotionsvorhaben fördern und damit die wissenschaftliche Ausrichtung der beteiligten Hochschulen im Bereich der Biotechnologie schärfen wird.  

Fotonachweis: TH Bingen / Christine Böser 


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