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Nachwuchs-Ingenieurinnen basteln wirbelnde Bürsten

Wie aus elektrischem Strom Bewegung wird – das haben die Teilnehmerinnen des diesjährigen Girls‘ Day an der TH Bingen spielend herausgefunden. Die zehn Teilnehmerinnen des Angebots, das in diesem Jahr erstmals digital stattfand, hatten sich per Videokonferenz zusammengefunden. So konnten neben einigen Bingerinnen auch Mädchen aus Berlin und Hamburg am Girls‘ Day der Hochschule teilnehmen.

Die Aufgabe: Mithilfe eines Elektromotors bauten die 10- bis 13-jährigen Schülerinnenwirbelnde Bürsten und verzierten sie anschließend. Bastelmaterialien und Werkzeug haben sie zuvor per Post von der TH Bingen erhalten. Durch die Drehung des Motors soll sich schließlich auch die Bürste um sich selbst drehen. Doch das funktioniert nur, wenn Batterie und Motor korrekt verbunden sind und alles an der richtigen Stelle gut befestigt ist. Gar nicht so einfach!

Unterstützung erhielten die jungen Tüftlerinnen unter anderem von Sven Form von der Initiative MINTplus sowie von Andrea Scholler und Prof. Dr. Ute Rößner. Gemeinsam leiten die beiden Frauen das Ada-Lovelace-Projekt (ALP) an der TH Bingen. Die landesweite Initiative zielt darauf ab, Mädchen und Frauen für Studiengänge und Berufe in den Bereichen Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern. Dabei helfen jährlich zahlreiche Studentinnen der TH Bingen. Als Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts zeigten sie den Schülerinnen nicht nur, wie die tanzende Bürste funktioniert, sondern erläuterten auch die Vorteile eines MINT-Studiums.

Die Kombination aus Praxis und MINT-Beratung geht auf, weiß Andrea Scholler aus langjähriger Erfahrung: „Einige unserer heutigen Mentorinnen sind bei früheren Girls‘ Days erstmals mit Wissenschaft und Technik in Berührung gekommen. Es ist toll, zu sehen, dass sie heute an der TH Bingen studieren und ihre Begeisterung für die MINT-Fächer an die jüngere Generation weitergeben.“

Neben genauem, strukturiertem Arbeiten und einigen Physik-Grundkenntnissen stand aber vor allem der Spaß im Vordergrund. Dass der nicht zu kurz kam, merkte man am Ende des Girls‘ Day nicht nur den Teilnehmerinnen an. Man sieht es auch an zehn wild wirbelnden bunten Bürsten.


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