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High-Tech auf dem Rübenacker

Gemeinsam mit Minister Prof. Konrad Wolf (MWWK) nahm die Technische Hochschule (TH) Bingen auf ihren Versuchsfeldern Forschungsgeräte in Betrieb, die durch die Carl-Zeiss-Stiftung finanziert wurden.

Feste Schuhe waren angebracht auf dem Weg in die Rübenfelder. Mittendrin stehen die neuen Geräte, mit denen die TH Bingen den Ausstoß von Treibhausgasen in der Landwirtschaft untersucht. Wissenschaftsminister Prof. Konrad Wolf begleitete die Einweihung und betonte: „Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung der Menschheit. Wir sind darauf angewiesen, dass ideenreiche und engagierte Forscherinnen und Forscher ihre Themen in diesem Bereich voranbringen.“ Anschaffen konnte die TH Bingen die neuen Messinstrumente über die Carl-Zeiss-Stiftung. „Wir unterstützen die Forschung im Bereich der Natur- und Ingenieurswissenschaften in Rheinland-Pfalz in dem Programm Carl-Zeiss-Invest“, erklärte Matthias Stolzenburg von der Stiftung. Das Programm wurde 2014 zum 125-jährigen Jubiläum der Stiftung aufgelegt. Das Forschungsprojekt der TH Bingen erhielt neue Gasmessgeräte und mobile Wetterstationen in Höhe von 352.000 Euro. TH-Präsident Prof. Klaus Becker freut sich über die Möglichkeit, die Klimaforschung an der Hochschule voranzutreiben. „Es ist ein weiteres exzellentes Beispiel für die interdisziplinäre Forschung an der TH Bingen. In diesem Projekt arbeiten die Klimaforscher und die Agrarwirtschaftler Hand in Hand.“ 

Mit den neuen Geräten können die verantwortlichen Professoren, Prof. Oleg Panferov und Prof. Thomas Appel, nun die Emission verschiedener umwelt- und klimaschädlicher Gase im Landbau untersuchen. „Die Emissionen der Landwirtschaft sind komplex und noch nicht ausreichend erforscht,“ erklärt Prof. Appel, „weil sie sehr stark von der Witterung, der Düngung, der Jahreszeit und dem Bodenleben abhängig sind.“ In die Forschungsprojekte eingebunden sind natürlich die Studierenden aus den Studiengängen Agrarwirtschaft sowie Klimaschutz und Klimaanpassung. Durch die gewonnenen Erkenntnisse wird es möglich, Strategien der Landnutzung zu entwickeln, die ökonomisch sinnvoll und gleichzeitig optimal für den Klimaschutz sind. Die TH Bingen ist die einzige Hochschule in Rheinland-Pfalz, in der die Agrarwissenschaften in Forschung und Lehre vertreten sind. Eine Fachrichtung, die das Profil der Hochschule schärft und durch die Forschungsinitiative Rheinland-Pfalz seit 2010 gefördert wird.



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