Agrartag Bingen

Die Landwirtschaft ist die Schlüsselbranche der Zukunft: Um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, muss sie noch effizienter produzieren. Zugleich soll die Agrarwirtschaft Rohstoffe für die Energiewende liefern. Diese Rolle wird kontrovers diskutiert. Unstrittig ist dagegen, dass die Agrarbranche momentan hervorragende Berufsperspektiven bietet.

Als Unternehmen schildern Sie ihre Erwartungen an die Bewerber und die Entwicklungsmöglichkeiten im Betrieb. Studierende und Absolventen können sich aus erster Hand über Einstiegswege und die Unternehmenskultur informieren. Ein Bewerbungsmappencheck und ein lockeres Get-together runden den Tag ab.

Der Agrartag richtet sich an Agrarstudierende aller Hochschulen und Universitäten. Auch Studierende fachverwandter Studiengänge wie Biologie, Umwelt- oder Ernährungswissenschaften sind eingeladen, sich über die Jobchancen im Agribusiness zu informieren. Die ’agrarzeitung’ veranstaltet die Agrartag in Kooperation mit dem VDL Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt.

Der Agrartag 2017

Jenseits politischer und manchmal auch populistischer Diskussionen ist den Interessensvertretern der Landwirtschaft und des Naturschutzes klar, dass gemeinsame Ziele nur gemeinsam erreicht werden können. Zuhören, offen sein, lernen und gemeinsam anpacken könnte als Leitgedanke dienen.

Der diesjährige Agrartag will sich dem wichtigen Konfliktthema Landwirtschaft und Naturschutz widmen. Referenten aus beiden Bereichen werden ihre Sichtweise und Problemwahrnehmung begründen und zur Diskussion stellen. Es soll nicht darum gehen, mit markigen Statements einseitige Sichtweisen zu platzieren, sondern im wissenschaftlichen Diskurs den realen Problemen gerecht zu werden und gute und weniger gute Lösungswege zu erkennen.

Die Ausweisung von Natura 2000 Flächen schränkt die Nutzungsentscheidungen der Landwirte auf Ihren landwirtschaftlichen Flächen zugunsten von bestimmten schutzwürdigen Arten ein. Auch wenn sich Landwirte grundsätzlich dem Naturschutz verpflichtet fühlen, ängstigen und beeinträchtigen sie diese Einschränkungen, weil die landwirtschaftlichen Nutzflächen Ihre wichtigste wirtschaftliche Produktionsgrundlage darstellen. Auf der anderen Seite kämpft der Naturschutz gegen einen massiven Artenschwund (Pflanzen, Vögel, Insekten), der mit unserer Lebens- und Produktionsweise zusammenhängt. Im Sinne einer lebenswerten zukünftigen Umwelt und einer funktionierenden Landwirtschaft benötigen Naturschutz und Landwirtschaft gleichermaßen unbestritten eine breite gesellschaftliche Unterstützung, Umdenken, aber auch zielgerichtete Maßnahmen. Die Suche nach geeigneten Naturschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft ist aber nicht leicht. Die Fehlentwicklungen im Bereich der Bioenergie sind hierfür ein besonders gutes Beispiel. Aber es lassen sich auch positive Ansätze zeigen, wie sich beispielsweise Artenschutz in der Landwirtschaft umsetzen lässt.

Die Tagung richtet sich an die Studierenden der TH Bingen (Agrarwirtschaft, Umweltschutz), Landwirte, Landwirtschafts- und Naturschutzvertreter. Die Tagung wird gemeinsam ausgetragen von der TH Bingen und dem VDL Rheinland-Pfalz/Saarland.

Weiterführende Informationen, wie das Programm und die Anmeldung finden Sie auf der Seite der Veranstaltung Akrartag 2017

Impressionen

Rückblick auf den vergangenen Agrartag 2015

Kontakt

Prof. Dr. Thore Toews (To)
Fachbereich 1
Gebäude 2, Raum 112
T. +49 6721 409 294

Studiengangsleitung

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