Forschungstransfer

Kompe­tenz­zentrum für Mecha­tronik- und Automo­bil­systeme (KompMAS)

Berlinstr. 109
55411 Bingen am Rhein

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Kompe­tenz­zentrum

An der Technischen Hochschule Bingen wird der Bachelorstudiengang Maschinenbau sowie der Masterstudiengang Mechatronik- und Automobilsysteme angeboten.

Die Kontakte mit der Industrie und die an der Technischen Hochschule Bingen vorhandenen Kompetenzen für die Ausbildung von Absolventen im Bereich der Mechatronik mit Bezug zur Automobiltechnik überzeugte das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur im Jahr 2007, die Einrichtung eines ´Kompetenzzentrum Mechatronik- und Automobilsysteme´ zu unterstützen.

Ziel dieses Kompetenzzentrums ist es, eine Forschungsstelle im Bereich Mechatronik und Automobilsysteme an der TH Bingen zu etablieren, die sich nach Ablauf einer Anlaufphase von 3 Jahren durch laufende Projekte dauerhaft selbst finanziert und den Wissenstransfer aus dem Kompetenzbereich der Hochschule zur Wirtschaft fördert.

Dieses Ziel wird in 3 Phasen angestrebt:

  • Phase 1: Stärkung und Vernetzung der vorhandenen Forschungskompetenz an der TH Bingen intern und extern. Entwicklung eines Akquisitionskonzeptes.
  • Phase 2:  Erweiterung der Akquisitionstätigkeiten; Auswahl von Forschungsförderungen auf Bundes- und EU-Ebene inkl. Antragstellung.
  • Phase 3: Etablierung des Forschungszentrums als Einrichtung an der TH Bingen, die sich durch Bearbeitung von Forschungs- und Drittmittelprojekten selbst trägt.

Mit einem solchen Kompetenzbereich kann die Technische Hochschule Bingen an der Entwicklung neuer Technologien teilnehmen und dann auf Basis dieser Technologien auch Schnittstellen und Dienstleistungen für die Optimierung und Effizienzsteigerung der Organisation in der Industrie bereitstellen.

Weiterhin erhalten Studierende und Forschungsassistenten die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in aktuellen praxisrelevanten Aufgabenstellungen zu vertiefen. Gleichzeitig ermöglicht der Rückfluss der Projekterkenntnisse in die Lehre eine konsequente Ausrichtung des Studienangebots am aktuellen Bedarf in Forschung und Wirtschaft.

Forschung und Aktivi­täten

Neben diversen Aktivitäten in den letzten Jahren sind seit 2004 folgende Forschung/Projekte hervorzuheben:

  • PYREG: Pyrolysenanlage
  • Materialkundliche Untersuchungen im Bereich Schienenfahrzeuge
  • Prüfstandsaufbaus des zugehörigen Fahrzeugmotors mit Möglichkeiten zur Kontrolle und Beeinflussung der Motorsteuerungsparameter
  • 3M: Entwicklung einer Methodik zur Simulation der Felgenverschmutzung durch Bremsenstaub (weltweit erste reale Grundlagenuntersuchung zum Thema)
  • WDR: Unterstützung und Messung des Umkippens eines Pkw, Erstausstrahlung im Fernsehen am 24.7.2007
  • Analyse und Optimierung eines elektronischen Anhängerpendelstabilisierungssystems für die Firma AL-KO.
  • Fortbildung des Mitarbeiters Herrn Dipl.-Ing. (FH) Bernhard Decker in Kursen der Fa. National Instruments in der LabVIEW-Programmierung.  Im Jahr 2007 wurde ihm das LabVIEW-Zertifikat „Certified LabVIEW Associate Developer (CLAD)“ verliehen.
  • Forschungsprojekt Transferorientierte Forschung an Fachhochschulen (TRAFO, AiF-Förderung): Entwicklung eines Cockpitmoduls mit ganzheitlichem Ansatz im Kreislaufwirtschaftsprozess;  Gemeinsames Projekt mit der FH Gelsenkirchen und Fa. Johnson Controls GmbH; 2002-2004 (Publikation auf der World Engineers Convention, Shanghai, 2004)
  • EUREGIO: Entwicklung eines Kart-ähnlichen Forschungsfahrzeuges mit Federung-Dämpfung und ABS;  Europäisch geförderte Kooperation mit der FH Gelsenkirchen, Abtl. Bocholt und den Firmen Bilstein, Bosch u.a. (studentische Präsentation auf der Welt-Automobilingenieurskonferenz FISITA, Barcelona, 2004)
  • Alternative Kraftstoffe: Machbarkeitsstudie zur Umrüstung von Fahrzeugen der Forstwirtschaft auf Pflanzenöl als Kraftstoff, gefördert vom Ministerium für Umwelt und Forsten, 2004
  • Auto-RLP: Mitarbeit bei der Automobilzulieferinitiative Rheinland-Pfalz, eine Initiative des Ministeriums Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau; Workshop-Veranstaltung für die regionale Automobil-Industrie am 07.09.2004
  • Wachendorff meets FH Bingen: Planung diverser Projekte aus dem Entwicklungsbereich OPUS für 2005, 13.12.2004
  • Wachendorff-Prüfstandsprojekt: Entwicklung und Bau eines Prüfstandes zur Qualitätsprüfung von Drehzahlgebern, 2005/2006
  • Opel Test Bench Boat: Entwicklung und Aufbau eines Fahrzeug-Elektronik-Prüfstandes, Kooperation mit der Adam Opel GmbH, 2006/2007
  • Entwicklung einer elektrischen Pkw-Radbremse (Keilbremse) für eine brake-by-wire Bremsanlage; Forschungsprojekt mit Siemens VDO bis ca. 2009
  • Verschmutzungsresistenter Erhitzerkopf eines Stilingmotors, eigenes Patent, Innovationspreis des Landes Rheinland-Pfalz 2006
  • Verfahren zur Erzeugung thermischer Energie mit einem Brenner
  • Exemplarische Realisierung eines Prototyps für den internetbasierten Datenaustausch Prüfstand-Auswerteraum im Entwicklungsbereich „Versuch“ der Autoindustrie.
  • Sicherungskomponenten in Fahrzeugen: In diesem Zusammenhang wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Problemlösungen mit einigen Automobilherstellern und Zulieferer erarbeitet. Aktuell wurde im vergangenen Jahr mit einem deutschen Automobilhersteller der Einsatz von Funktionswerkstoffen zum Diebstahlschutz untersucht. Die Ergebnisse sind zum Patent angemeldet  (DE1024900B3-Steuergerätestecker mit Diebstahlsicherung); eine weitere Patentanmeldung befindet sich in Vorbereitung

Team

Prof. Dr.-Ing. Winfried Sehn, Professor Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen
Prof. Dr.-Ing. Klaus Kiene, Professor Maschinenbau
Prof. Dr. rer. nat. Jörg Fischer, Professor Maschinenbau
Prof. Dr.-Ing. Rüdiger C. Tiemann, Professor Maschinenbau
Prof. Dr.-Ing. Peter M. Leiß, Professor Elektrotechnik
Prof. Dr.-Ing. Christian Baier-Welt