Landwirtschaft und Umwelt | 2016 - 2019
Projektverantwortlich

B.Sc. Elias Schmelzer
Daniel Heinrichs
B.Sc. Hans Tolksdorf

Projektpartner

Obsthöfe Kneib und Zimmermann in Zornheim; Gemeinde Zornheim; Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück (DLR-R.N.H), Bad Kreuznach; Arbeitsgemeinschaft Integrierter Obstanbau Rheinland-Pfalz e.V. (AGIO); Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz

Kooperierende Hochschule: Universität Koblenz, Prof. Dr. Thomas Wagner

Projektmittel

Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz mit Unterstützung der Glücksspirale.

Kurzbeschreibung des Projekts

In Rheinland-Pfalz ist der Obstanbau (Streu- und Tafelobst) in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen. Das Statistische Landesamt RLP dokumentiert von 2007 bis 2012 einen Rückgang von 4283 ha (1118 Betriebe) auf 3679 ha (684 Betriebe).
Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit Erwerbsobstbetrieben, dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum  und Kommunen rechtliche, ökonomische und ökologische Optionen zu erarbeiten, um den Obstbau durch förderungsfähige Bewirtschaftungsvorgaben ökologisch aufzuwerten und gleichzeitig den kontinuierlichen Rückgang des Obstanbaus in Rheinland-Pfalz aufzuhalten.
Kompensationsmaßnahmen sind auf Grundlage des neuen LNatSchG 2015 zukünftig vorrangig produktionsintegriert zu realisieren, um durch Bewirtschaftungs- und Pflegemaßnahmen landwirtschaftliche Bodennutzung und landschaftliche Strukturen ökologisch zu verbessern. Hierfür bietet sich eine Dauerkultur wie der Obstbau besonders an.

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Mirabellenanlage (Quelle: intern)

Am Beispiel von zwei Betrieben in der Gemeinde Zornheim in Rheinhessen (landesweiter Anbauschwerpunkt RLP) wird ein integriertes ökologisches, ökonomisches und rechtliches Konzept für den Tafelobstanbau erarbeitet. Die Erkenntnisse hiervon werden auf Obstbaubetriebe anderer Regionen übertragen, so dass ein landesweites Modellkonzept entsteht, welches als Leitfaden veröffentlicht werden soll.
Es wird eine Analyse und Bewertung der typischen Strukturen, Lebensräume, Artenvorkommen (Flora und Fauna) und Bewirtschaftungsmaßnahmen von Tafelobstanlagen in Hinblick auf ihre Bedeutung für die Biodiversität vorgenommen. Hierfür werden Daten vorliegender Bestandskartierungen, der Dateninformationssysteme (z.B. LANIS, Artenfinder) und selbst erhobener Feldkartierungen (Insektenfauna durch Boden- und Fensterfallen, Klopfproben, Avifauna, Tagfalterfauna und Flora) verwendet.

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Äpfel mit Befruchter (Quelle: intern)

Grundlage für die Durchführung ökologisch orientierter Bewirtschaftungsmaßnahmen ist die ökonomische Rentabilität. Am Beispiel der Betriebe in Zornheim sollen potenzielle biodiversitätsverbessernde Maßnahmen ausgewählt, über Szenarien ihre Machbarkeit ermittelt und diese mittels GIS-Illustration auf der Fläche dargestellt werden. Die Akzeptanz durch die Landwirte (praktische Machbarkeit) wird mittels Fragebogen untersucht.
Zusätzlich sollen Fragen der rechtssicheren Umsetzung geklärt werden.

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Streuobstwiese (Quelle: intern)

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