Pressemitteilung |

Schüler punkten mit tollen Projekten

An jedem Stand konnte man etwas Neues entdecken – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Regionalwettbewerbs Jugend forscht / Schüler experimentieren waren dem Motto gefolgt: „Zukunft – ich gestalte sie.“ Die Technische Hochschule (TH) Bingen richtete zum achten Mal den Wettbewerb aus. Insgesamt 118 Schülerinnen und Schüler aus 18 Schulen der Region konkurrierten in sieben Fachgebieten um die begehrten Preise.
Mit viel Liebe zum Detail präsentierten sie der Jury ihre Projekte, Ideen und originellen Lösungen. Die Schülerinnen und Schüler stellten sich allen Fragen und erklärten mit viel Begeisterung immer wieder ihre Experimente. Ob Wildhefen die Weinqualität verbessern, untersuchte zum Beispiel Oliver Thon (19) vom Herzog-Johann-Gymnasium in Simmern und belegte damit den ersten Platz im Fachgebiet Biologie. Ihn hat das Jugend-forscht-Fieber gepackt und er denkt über ein Biochemie-Studium nach. „Die Arbeit hat richtig Spaß gemacht, man hat hier die Möglichkeit, zu zeigen, was man kann. Und Jugend forscht bringt hinterher wirklich was.“ Mit seiner gelungenen Darstellung nahm er auch noch den Preis für den schönsten Stand mit nach Hause. Auch für Hien Le (19) vom Gymnasium an der Stadtmauer in Bad Kreuznach hat sich die Forschungsarbeit bezahlt gemacht. Sie untersuchte, wie sich Hydrogele bei bestimmten Änderungen der Temperatur oder des pH-Wertes falten und hat auch schon Visionen für die praktische Anwendung: „Man kann es zum Beispiel nutzen, wenn man Objekte braucht, die sich selbständig fortbewegen. Und man könnte es für künstliche Gewebe nutzen oder in der Elektrotechnik, wo man immer kleinere Teilchen benötigt.“ Mit ihrem Projekt gewann sie den ersten Preis im Fachgebiet Chemie. Im Wettbewerb „Jugend forscht“ ab 15 Jahren traten 15 Teilnehmer mit 11 Projekten an. Im Juniorwettbewerb „Schüler experimentieren“ bis 14 Jahre waren es 103 Teilnehmer mit 54 Projektideen.
Hellen Ossmann vom Stefan-George-Gymnasium in Bingen ist jedes Jahr aufs Neue fasziniert von der Begeisterungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler – und das ist der Grund, warum sie auch beim 17. Mal wieder als Wettbewerbsleiterin mit dabei ist. „Besonders fällt dieses Jahr auf, dass viele Themen einen Bezug zur Umwelt und zur Nachhaltigkeit haben.“ So zum Beispiel auch das Projekt von Svenja Kiesow (13) vom Otto-Schott-Gymnasium in Mainz. Sie untersuchte die „Lebensmittelpolizei to go“ und belegte den ersten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt. Kleine Kontrollpunkte auf Lebensmittelpackungen sollen anzeigen, ob Lebensmittel schon verdorben sind. „Ich wollte etwas dagegen tun, dass so viele Lebensmittel umsonst weggeworfen werden“, erklärt sie ihre Motivation. Svenja ist schon eine prämierte Teilnehmerin, sie hat bereits zweimal im Regionalwettbewerb gewonnen und erfolgreich beim Bundeswettbewerb teilgenommen. TH-Vizepräsident Prof. Peter Leiß hatte das Amt als Patenbeauftragter zum ersten Mal inne und zieht positive Bilanz: „Der Wettbewerb war wieder ein voller Erfolg und ich bin sehr beeindruckt, wie professionell die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier ihre Ideen präsentieren.“ Der Wettbewerb ist an der TH Bingen inzwischen etabliert, betont Leiß, „wir werden dieses Engagement fortsetzen. Unserer Hochschule liegt sehr daran, Kinder und Jugendliche für MINT-Fächer zu begeistern. Insbesondere freuen wir uns, dass wir einen Mädchenanteil von 41 Prozent beim diesjährigen Wettbewerb haben.“
Die große Unterstützung aus der Region und die Bedeutung der Nachwuchsförderung zeigte sich auch bei der Preisverleihung. Nicht zuletzt sind es Sponsoren wie Innogy oder die Sparkasse Rhein-Nahe, die solche Wettbwerbe erst möglich machen.
Vertrerinnen und Vertreter aus der kommunalen Politik, Bildung und der Wirtschaft applaudierten den Siegern, die mit Urkunden und Preisen belohnt wurden. Bingens Bürgermeister Ulrich Mönch betonte: „Gerade heute müssen wir ein Augenmerk auf die MINT-Fächer legen, da in Deutschland bereits ein Mangel an qualifizierten Fachkräften herrscht. Den Geist junger Menschen fördern – das ist unser nachwachsender Rohstoff.“



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