Studienaufbau


Bachelorstudiengang

Das Maschinenbau-Studium ist ein grundständiges Vollzeitstudium mit einer Regelstudiendauer von sieben Semestern. Das Studium schließt mit dem akademischen Grad Bachelor of Engineering (B.Eng.) ab.

Aufbauend auf eine solide Grundlagenausbildung in mathematisch-naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern wählen Sie im vierten Semester Ihren Studienschwerpunkt zwischen den Vertiefungsrichtungen

  • Produktentwicklung: Pflichtfächer Produktentwicklung und Qualitätsmanagement
  • Automobiltechnik: Pflichtfächer Automobiltechnik und Verbrennungsmotoren.

Eine Vielzahl unterschiedlicher Wahlpflichtfächer, wie z.B. Projektmanagement, Werkzeugmaschinen, Antriebstechnik, Versuchs- und Messtechnik, Ölhydraulik oder Leichtmetalltechnik ermöglicht Ihnen im fünften und sechsten Semester eine weitere individuelle Profilbildung.

Fachübergreifende Fächer wie Präsentationstechnik, Berufs- und Arbeitspädagogik oder auch Bionik und Neuronale Netze dienen Ihnen zur Erweiterung Ihrer sozialen Kompetenzen oder weiteren Spezialisierung.

Das Studienprojekt, eine Praxisarbeit an der TH, bereitet Sie ebenso wie die Praxisphase und Abschlussarbeit im siebten Semester auf den Berufseinstieg vor.

Wichtiger Hinweis für Studienwechsler:

Sollten Sie von einer anderen Hochschule oder einem anderen Studiengang in diesen neuen siebensemestrigen Studiengang wechseln und dabei in ein höheres Fachsemester eingestuft werden, so haben Sie keinen Anspruch darauf, dass sofort alle Vorlesungen der höheren Fachsemester gemäß Studienverlaufsplan angeboten werden.

Studienverlauf

Das Studium ist modularisiert und umfasst ein Studienvolumen von 210 Leistungspunkten. Dieses System soll die Mobilität in Europa durch die gegenseitige Anrechnung der Studienleistungen fördern. Die Leistungspunkte stehen für den angenommenen Arbeitsaufwand von Studierenden. Dabei entspricht 1 Leistungspunkt 30 Arbeitsstunden. Der zeitliche Gesamtaufwand für ein Modul setzt sich zusammen aus den Präsenzzeiten für Vorlesungen, Übungen und Praktika, aus Vor- und Nachbereitungen im Selbststudium sowie aus Zeiten für die Prüfungsvorbereitung.

Der ausführliche Studienverlaufsplan mit den zugehörigen Modulbeschreibungen kann auf der Seite Dokumente geladen und eingesehen werden.

Nach dem Bachelor-Studium treten die Absolventinnen und Absolventen entweder in die Berufspraxis ein oder können bei entsprechender Eignung das Studium an der TH Bingen mit dem anwendungsorientierten Masterstudiengang Mechatronik- und Automobilsysteme fortsetzen.

Studienablauf

Im Folgenden möchten wir Ihnen den von uns für Sie geplanten Studienablauf aber noch in einer anderen Form beschreiben, und zwar aus Sicht der Kompetenzen, die wir Ihnen in den verschiedenen Semestern vermitteln wollen. Dies soll Ihnen auch zeigen, wie die Semester und die darin gelehrten Fachgebiete inhaltlich aufeinander aufbauen.

Das erste Fachsemester ist durch das Vermitteln von mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen geprägt. Um in den folgenden Semestern beispielsweise Festigkeitsberechnungen oder Lebensdauerbetrachtungen vornehmen zu können, erlernen Sie in diesem Semester in den Fächern Mathematik und Technische Mechanik unter anderem die Grundlagen der Integral-, Differenzial- und Vektorrechnung und die Gesetze der Statik.

Verfahrenstechnische Fragestellungen erfordern die Kenntnis chemischer Grundlagen, die sie gemeinsam mit denen der Physik praxisorientiert und mit vielen Laborversuchen verbunden erlernen.

Die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagenfächer Fertigungstechnik und Werkstoffprüfung schaffen den ersten echten Praxisbezug und werden Ihnen in den folgenden Semestern bei der Klärung von Fragen zu Herstellbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Qualität helfen.

Sie vertiefen Ihre Kenntnisse der Mathematik, Physik und zudem in der Mechanik, bei der es nun vorrangig um den Spannungsbegriff, um Belastungen und Verformungen geht.

In der Werkstofftechnik werden die verschiedenen Konstruktionswerkstoffe mit ihren Eigenschaften vorgestellt und die Fragen rund um Werkstoffe, die evtl. während des ersten Semesters aufgetreten sind, aufgegriffen und geklärt.

Mit dem bislang Erlernten haben Sie genügend Rüstzeug, um erste Aufgaben im Fach Maschinenelemente anzugehen, wie die Grundlagen der Festigkeitsrechnung und die Berechnung von Schraub- und Schweißverbindungen.

Im dritten Fachsemester verschiebt sich der Schwerpunkt Ihres Studiums von den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern auf die ingenieurwissenschaftlichen Fächer.

Im Fach Mechanik behandeln Sie nun vorrangig die Kinematik. Im Fach Maschinenelemente greifen Sie das in der Mathematik und Mechanik Erlernte auf, so dass Sie neben der Berechnung von verschiedenen form-, kraft- und stoffschlüssigen Verbindungen auch die Belastungen von Wälzlagerungen bestimmen und Lebensdauerberechnungen erstellen können.

Das im Rahmen einer CAD-Schulung im 1. Semester Erlernte setzen Sie nun im ersten Konstruktionsprojekt ein, was die praxisgerechte Umsetzung der Lehrinhalte der Fächer Maschinenelemente, Mechanik, Physik, Fertigungstechnik und Werkstofftechnik zu Ziel hat.

Die Fächer Elektrotechnik und Thermodynamik und im Folgesemester die Strömungstechnik erweitern das Spektrum der ingenieurwissenschaftlichen Grundlagenfächer.

Die Ausbildung in den konstruktiv ausgerichteten Grundlagenfächern findet im 4. Semester ihren Abschluss. Im Fach Maschinenelemente erlernen Sie die Auslegung von Kupplungen und komplexeren Strukturen, wie z.B. Zahnradgetrieben. Die Methodik zur Durchführung von Konstruktionen wird Ihnen im Fach Konstruktionslehre vermittelt. Weitere konstruktive Erfahrung sammeln Sie im zweiten Konstruktionsprojekt.

Das Fach Elektrotechnik findet seinen Abschluss, so dass Sie nun auch unter anderem mit dem Aufbau und Betriebsverhalten verschiedener elektrischer Antriebe und deren Drehzahlregelung vertraut sind.

In diesem Semester wählen Sie auch Ihren Studienschwerpunkt (Automobiltechnik oder Produktentwicklung), auf den Sie in den folgenden Semestern Ihre Wahlfächer ausrichten werden.

In diesem Semester schließen Sie Ihre Grundlagenausbildung ab. In einem anspruchsvollen Konstruktionsprojekt setzen Sie Ihre Kenntnisse unter anderem in den Fächern Maschinenelemente und Konstruktionslehre, Mechanik, Werkstoff- und Fertigungstechnik um.

Die Energieanlagentechnik schließt die Ausbildung in der Elektrotechnik ab, ebenso schließen sich das Fach Systemdynamik und Regelungstechnik an das Fach Automatisierungstechnik aus dem vorherigen Semester an. Sie kennen nun auch die Möglichkeiten, Signale aufzunehmen und zu verarbeiten und können Regelstrecken analysieren und Regler auslegen.

Im Fach FEM erlernen Sie auf Basis der Grundlagen aus Mechanik die mathematische Methode der FEM.

Ihr Studienschwerpunkt wird durch ein weiteres Fach erweitert.

Das 5. Fachsemester dient wie auch das Folgesemester zu Ihrer persönlichen Profilbildung. In den Fächern Betriebswirtschaftslehre und Präsentationstechnik erlernen Sie es, die ´Sprache´ des Verkäufers und Einkäufers ´zu reden´ und die eigenen Ideen in Wort und Schrift ´zu verkaufen´. Auch können Sie schon eigene Wahlpflichtfächer und fachübergreifende Wahlfächer wählen, die zu Ihren persönlichen Entwicklungsvorstellungen passen.

Das 6. Fachsemester dient voll und ganz Ihrer Profilbildung und der Ausbildung Ihrer sozialen Kompetenzen. Sie wählen Ihre Wahlfächer und schließen die Vorlesungen Ihres Studienschwerpunkts ab.

Sie weisen mit der Erstellung einer Ausarbeitung und eines Vortrags im Fach Präsentationstechnik nach, dass Sie Ihre Arbeitsergebnisse an entsprechender Stelle präsentieren können, was Sie auch schon auf Ihre Bachelorarbeit mit dem damit verbundenen Kolloquium vorbereitet.

Im Fach Projektmanagement erlernen Sie die wichtigsten Methoden, um ein Projekt zu planen und zu verfolgen, was Sie so auf die Übernahme von Projekten im Berufsalltag vorbereitet.

In einem Studienprojekt zeigen Sie abschließend, dass Sie methodisch und systematisch eine Aufgabe zielgerichtet bearbeiten und in einem vorgegebenen Zeitfenster zu Abschluss bringen.

Das Fach Englisch ist für das 3. Fachsemester im Studienverlauf vorgesehen, sie können sich aber das ganze Studium über vorlesungsbegleitend im Selbststudium weiterqualifizieren.

In diesem Semester schließen Sie Ihr Studium mit Durchführung einer Praxisphase und einer Bachelorarbeit mit Kolloquium ab.

Die Aufgabenstellung suchen Sie sich eigeninitiativ.

Mit dem Kolloquium weisen Sie nach, dass Sie in einem zeitlich engen Rahmen Aufgabenstellung, Lösungsweg und Ergebnis Ihrer Bachelorarbeit zusammenfassen und vermitteln können.

Auf einen Blick

StudiendauerRegelstudienzeit 7 Semester
Studieninhalte

Grundlagen

  • Mathematik, Physik und Chemie
  • Informatik und Numerik

Ingenieurwissenschaften

  • Fertigungstechnik
  • Mechanik
  • Werkstoffprüfung und -technik
  • Computer Aided Design (CAD)
  • Maschinenelemente
  • Konstruktion
  • Thermodynamik
  • Elektrotechnik
  • Automatisierungstechnik
  • Strömungslehre
  • Energieanlagentechnik
  • Systemdynamik und Regelungstechnik
  • Finite Elemente Methode

Vertiefungsrichtungen

  • Automobiltechnik
  • Produktentwicklung

Fachübergreifende Inhalte

  • Technisches Englisch
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Präsentationstechnik

Praxis

    • Studienprojekt
    • Praxisphase und Bachelorarbeit
    AbschlussBachelor of Engineering (B.Eng.)
    Zulassungsvoraussetzung
    • Nach § 65 HochSchG: Hochschulreife, Fachhochschulreife oder berufsqualifizierter Hochschulzugang
    • 12-wöchiges, fachbezogenes Vorpraktikum (davon 8 Wochen vor Studienbeginn) (weitere Informationen finden Sie unter Voraussetzungen)
    Studienbeginn
    Wintersemester
    AkkreditierungDer Studiengang ist akkreditiert
    Weiterführendes Studienangebot
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