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Pressemitteilung

Studierende wünschen sich bessere ÖPNV-Anbindung an TH Bingen

Studierende wünschen sich den Ausbau des Angebots sowie eine bessere Anbindung der einzelnen Gebäude an öffentliche Verkehrsmittel. Dies könnte auch einen positiven Effekt auf die Attraktivität der Stadt Bingen haben.

© Markus Dittrich | TH Bingen Haltestellenschild gegen blauen Himmel fotografiert

In einem Artikel in der Allgemeinen Zeitung vom 14.09.2026 zur Busanbindung an die Technische Hochschule (TH) Bingen heißt es von Seiten der Stadtwerke: „Nach unserem Kenntnisstand gehören die Zeiten nach 19 Uhr nicht zu den Regelvorlesungszeiten der TH“.

Die TH Bingen setzt sich seit Langem für eine verbesserte ÖPNV-Anbindung ein und würde sie sehr begrüßen. Die TH Bingen weist darauf hin, dass im Wintersemester Pflichtpraktika und Pflichtvorlesungen bis nach 20:00 Uhr auf dem Campus stattfinden. Im Hermann-Hoepke-Technikum (HHT) werden Wahlpflichtveranstaltungen bis nach 20:00 Uhr angeboten. Dazu kommen öffentlich zugängliche Ringvorlesungen und Veranstaltungen sowie Veranstaltungen des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). 

Auch die Studierenden benennen den ÖPNV als ausbaufähig. An der Hochschule werden aus Qualitätssicherungsgründen regelmäßig Umfragen unter den Studierenden durchgeführt. Ein häufig genannter Wunsch ist ein Pendelverkehr zwischen HHT und Campus, der angepasst an die Vorlesungszeiten fährt. Dies würde es auch ermöglichen, mehr Lehr- und andere Veranstaltungen im HHT anzubieten. Insbesondere für berufstätige oder dual studierende Menschen wäre eine bessere Anbindung hilfreich. Wiederkehrende Rückmeldungen sowohl gegenüber der Hochschule als auch beim AStA thematisieren, dass die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ausgebaut werden sollte. Der AStA weist zudem darauf hin, dass einige Verbindungen nur aufgrund des Semestertickets zustande kommen. Der zugrunde liegende Vertrag läuft allerdings 2027 aus. Explizit benennen die Studierenden den Wunsch nach einer Verbindung später am Abend, damit Abendveranstaltungen besucht werden können.

Wenn die Studierenden oder die Bürgerinnen und Bürger keine Möglichkeit haben, zum Veranstaltungsort und auch wieder nach Hause zu kommen, stellt dies eine deutliche Teilnahmebarriere dar. Andersherum führen weniger Teilnehmende zu einer geringeren Auslastung des ÖPNV. So kann beim Betreiber des ÖPNV der Eindruck entstehen, dass die Angebote nicht genutzt werden oder kein Bedarf besteht. 

ÖPNV und Angebote für Studierende könnten Bingens Attraktivität steigern

Im Lokal-Check Bingen (Artikel der Allgemeinen Zeitung vom 24.08.2026) wurde außerdem die fehlende Attraktivität Bingens für junge Menschen thematisiert. Auch in dieser Hinsicht äußern die Studierenden den Wunsch nach mehr und besser erreichbaren Angeboten in der Stadt. Eine verbesserte Erreichbarkeit könnte die Teilnahme an kulturellen und studentischen Angeboten erleichtern und damit zur Attraktivität des Standorts beitragen.

„Wir unterstützen die Wünsche unserer Studierenden nach einer besseren ÖPNV-Anbindung. Zum Studium gehört neben fachlicher Qualifikation auch das soziale und kulturelle Leben“, so Benedikt Blanz, Kanzler der TH Bingen. „Die TH Bingen lädt die Stadtwerke, die Aufgabenträger sowie den Verkehrsverbund RNN herzlich zu einem Dialog ein und stellen auch gerne aktualisierte Übersichten zu den Vorlesungszeiten zur Verfügung. Wir sehen hier Potenzial, das sowohl die Attraktivität der Stadt als auch die der Hochschule steigern kann.“