Zukunft gestalten – von der Straße bis zum Weltraum
Hörsaal Rhein-Main-Gebiet: Mit Top-Unternehmen und Forschungseinrichtungen direkt vor der Haustür können wir unseren Studierenden spannende Exkursionen anbieten.
Für die Studiengänge Elektrotechnik und Smart Systems Engineering ging es in Bad Kreuznach los. Die Führung durch das letzte produzierende Werk der MICHELIN Reifenwerke AG in Deutschland legte den Fokus auf Nachhaltigkeit und Elektromobilität. Leuchtend gelbe Warnwesten und Sicherheitsschuhe waren Pflicht.
Bei der Siemens AG war keine spezielle Sicherheitsausrüstung gefragt, dafür aber Smartness. Hier ging es um die Komplexität der intelligenten Gebäudetechnik und -automatisierung. Im Showroom erlebten die Teilnehmenden, wie Software in Gebäuden beim Energiesparen oder beim Brandschutz eingesetzt wird. „Smart Infrastructure“ pur.
Energie als Lebensader unseres Alltags
Energie bestimmte auch den zweiten Exkursionstag. Im Heizkraftwerk Niederrad erfuhren die Studierenden, wie Mainova Teile Frankfurts und des Frankfurter Flughafens mit Wärme versorgt.
Stichwort Flughafen: Der durfte natürlich nicht als Programmpunkt fehlen! Auf einer ausgedehnten Rundfahrt über das imposante FRAPORT-Gelände inklusive Sicherheitsbereich erlebten die Teilnehmenden hautnah, wie Flugzeuge abheben. Für manche ein Kindheitstraum, für alle ein Blick hinter die Kulissen. Fachleute und Studierende sprachen über die umfassenden Herausforderungen im Energiemanagement eines europäischen Mega-Flughafens. Energieinfrastruktur, Ladestruktur, Messstellen- und Datenmanagement im XXL-Format müssen geplant, gewartet und up-to-date gehalten werden. Damit auch morgens und abends Solarenergie erzeugt werden kann, gibt es hier zusätzlich zu den typischen Dachmodulen sogar vertikale Photovoltaiksysteme.
Satellitenjagd in Leeheim
Am dritten Tag durften die Studierenden auf Satellitenjagd gehen. Die Messstelle für Weltraumfunkdienst in Leeheim gehört zu unserem Praxispartner, der Bundesnetzagentur. Hier wird überwacht, ob die Satelliten auf Kurs sind und ob es Störungen im Weltraumfunk gibt. Besonders spannend: Diese Anlage ist die einzige zivile Funkmessstelle in Europa, die sich ausschließlich auf die Frequenzüberwachung und Störungssuche im Weltraumfunk spezialisiert hat.
Griff nach den Sternen
Der perfekte Ausklang war die Führung durch das Satellitenkontrollzentrum der European Space Agency (ESA). Von hier steuern die ESA-Mitarbeitenden Europas Satelliten. Ein Highlight war das Zwillingsmodell der Raumsonde Rosetta, die zehn Jahre durchs All reiste, um einen Kometen zu erforschen. Weil der Platz für Treibstoff knapp war, nutzten die Forschenden die Anziehungskräfte mehrerer Planeten, um die Sonde zu beschleunigen. Auch das Abbremsmanöver dauerte nicht Wochen, sondern Jahre. Eine ingenieurstechnische Meisterleistung, die die NASA ursprünglich für unmöglich hielt. Wenn das keine Inspiration für angehende Ingenieure und Ingenieurinnen ist!
Drei Gründe für unser Konzept
Warum wir bei der TH Bingen auf solche Exkursionen setzen:
- Sie helfen den Studierenden, ihre Spezialisierung zu finden.
- Sie zeigen anschaulich, wofür die Studierenden lernen.
- Sie schaffen unvergessliche Momente, ob bei Fachvorträgen oder in geselliger Runde bei abendlichen Events.
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Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Frank Ellrich
Studiengangleitung1-222