Lachgas- und Kohlenstoff-Emissionen aus dem Boden
Lachgas- und Kohlenstoff-Emissionen aus dem Boden in Abhängigkeit von der Bodenbearbeitung und der Gründüngung
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Emission von Treibhausgasen aus den landwirtschaftlichen Böden unter verschiedenen Wetterbedingungen in Abhängigkeit von der Bodenbearbeitung und der Gründüngung zu messen. Hierzu werden sehr genaue Laser-Gasanalysatoren eingesetzt, die für langfristige Messungen an ein automatisches Bodenhaubensystem angeschlossen sind. Ergänzt wird das von der Stiftung Carl-Zeiss finanzierte Messsystem durch portable Bodenkleinhauben, die für Messkampagnen verwendet werden.
Die Wetterbedingungen werden für einzelne Messhauben mit automatischen Wetterstationen erfasst. Als Grundlage für das Experiment dient ein Dauerversuch mit unterschiedlichen Varianten der Bodenbearbeitung und Gründüngung, der im Jahr 1998 auf einer Fläche des landwirtschaftlichen Versuchsbetriebs der TH Bingen als Zuckerrüben-Getreidefruchtfolge etabliert wurde.
Es werden entsprechend vier Varianten erfasst: Bodenbearbeitung mit Pflug bzw. Grubber, jeweils mit und ohne Gründüngung. Um die Projektziele zu erreichen, das heißt, die Treibhausgasbilanzen mit klimatischen Einflüssen zu erfassen, werden auf Versuchsstandorten die Treibhausgase Kohlendioxid, Lachgas (circa 300 mal klimawirksamer als CO2) und Methan (circa 35 mal klimawirksamer als CO2) gemessen.
- Laufzeit: 10.2017 - 09.2019
- Budget: 352.000,00 EURO
- Förderer:
- Universität Hohenheim, Fachgebiet Düngung und Bodenstoffhaushalt, Prof. Dr. Thorsten Müller und Dr. Reiner Ruser
circa 60.000 Euro für eine halbe E13-Stelle für zwei Jahre aus der Forschungsinitiative RLP sowie 352.000 Euro Geräteinvestition in Gasmessgeräte und Wetterstationen der Carl-Zeiss-Stiftung
Prof. Dr. Oleg Panferov
Projektverantwortlicher5-237
Prof. Dr. Thomas Appel
Projektverantwortlicher2-111