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Ein Tag, drei Highlights: Begeisterung bei der Nacht der Wissenschaft

Großer Andrang bei Infotag und Nacht der Wissenschaft. Die TH Bingen begeisterte mit Mitmachaktionen, Experimenten und Einblicken in die Forschung. Dabei zeigte sie, wie lebendig Wissenschaft sein kann.

© Markus Dittrich | TH Bingen Innenhof TH Bingen bei einbrechender Dunkelheit

Bingen-Büdesheim – Die Sonne strahlte vom Himmel, als die ersten Gäste am Campus der Technischen Hochschule (TH) Bingen in Büdesheim eintrafen. Drei Events waren angekündigt: die Vorstellung des neuen Audimax-Gebäudes, der Infotag und die 5. Binger Nacht der Wissenschaft. Die Kombination erwies sich als wahrer Publikumsmagnet. Bereits vor dem offiziellen Start des Infotages entdeckten die ersten Studieninteressierten die Räumlichkeiten, ließen sich an den Ständen zu Studienmöglichkeiten beraten und tauchten ins Campusleben ein. „Echt super, dass ich hier auch mit Studis ins Gespräch komme“, schwärmte Mara. Studentin Lia zeigte ihr am Beratungsstand, aus welchen Modulen sie wählen kann und lud sie spontan zur nächsten Studi-Party ein. Überhaupt wurde die Beratung gelobt. Die Professorinnen und Professoren seien nahbar und man durfte alle Fragen stellen. Der Claim der Hochschule Praxisnah. Persönlich. Mit Perspektive. wird definitiv gelebt.

Ein erster Blick ins Audimax

Wie ein Magnet zog das neue Audimax alle an. Ehemalige, Familien, Mitarbeiter, Studierende und Rentnerinnen wollten das moderne Herz der TH Bingen live erleben. Wortwörtlich ist das „Audimax“ (Auditorium Maximum, größter Hörsaal) der Name des großen Stufenhörsaals in der Mitte des Neubaus. Die Präsidentin der TH Bingen, Prof. Dr. Antje Krause, war sichtlich begeistert vom Hörsaal und dem großen Zulauf. „Das ist schon beeindruckend“, begrüßte sie das Publikum. „Ich bin richtig neidisch auf meine Kollegen, die hier Vorlesungen halten dürfen.“ 

Wissenschaft als Publikumsmagnet

Eine deutlich vierstellige Zahl an Besucherinnen und Besuchern verteilte sich auf dem Gelände. Das Interesse war so groß, dass sich Warteschlangen bildeten. Von Mitmachaktionen bis zu spektakulären Experimenten – hier wurde „Wissenschaft zum Anfassen“ nicht nur versprochen, sondern gelebt. Während die einen zielstrebig die Labore ansteuerten, lauschten die anderen Vorträgen zu den Rechten der Natur, Smart City Security oder Kernfusion. Im Fahrzeuglabor zogen Fahrsimulator und das Fahren mit verbundenen Augen die Menschen an. Der Chemie Escape Room wurde bis zur Belastungsgrenze erforscht. Und im Hochspannungslabor machten feurige Blitze die Kraft von elektrischen Ladungen sichtbar. Es gab so viel zu entdecken, dass man gar nicht alles aufzählen, geschweige denn erleben konnte. „Wie, das ist nicht jedes Jahr?“, fragte Christine aus Wiesbaden enttäuscht. „Es ist fantastisch und ich hab noch längst nicht alles gesehen!“ 

Einer der beliebtesten Stände war bei dem sonnigen Frühlingswetter nicht der Wissenschaft, sondern dem Gaumen gewidmet: der Frozen-Yoghurt-Stand. Irgendwo muss die Energie für die grauen Zellen ja herkommen. Auch die Essensstände waren gut frequentiert und gegen Ende der Nacht sogar ausverkauft. Am ersten lauen Frühlingsabend des Jahres luden die Pavillons im Innenhof zum Verweilen ein. 

Diskutieren und Staunen bis Mitternacht

Mit Einbruch der Dunkelheit zogen Familien bei der Taschenlampenführung über das Gelände. Wer dachte, dass nur Nachteulen Vorlesungen am Abend besuchen, wurde eines Besseren belehrt. „Die Welt der Quantenmechanik“ zog um 23:00 Uhr so viele Zuhörende an, dass der Platz nicht ausreichte. Auf dem Boden sitzend, vom Flur aus oder durch das Fenster folgten die Zuhörenden gebannt dem Vortrag. Dem präsentierenden Professor wurde der Landeslehrpreis offensichtlich zu Recht verliehen. In der Mensa wurde bis kurz vor Mitternacht in Teams gerätselt, ob die Forschungsbeispiele „echt oder fake“ sind – mit viel ungläubigem Kopfschütteln und einigen Lachern.

Dr. Andrea Lösch, die maßgeblich in die Organisation der Veranstaltung eingebunden war, resümierte: „Die Nacht der Wissenschaft war eine tolle Veranstaltung mit vielen begeisterten Besucherinnen und Besuchern. Der hohe organisatorische Aufwand im Vorfeld hat sich definitiv gelohnt.“ Zum Schluss gingen Gäste wie Mitarbeitende beflügelt nach Hause. Mit neuen Erkenntnissen im Kopf und unvergesslichen Momenten im Herzen.

Die TH Bingen bedankt sich bei allen Sponsoren – abbvie, biomindz, BIOSCIENTIA, Boehringer Ingelheim, DECOAT, Deutsche Kautschukgesellschaft e.V., Sparkasse Rhein-Nahe, Verein deutscher Ingenieure e.V. – und Spendern, die diesen Tag erst möglich gemacht haben, und bei allen Beteiligten, die das Ganze mit viel Einsatz und Energie organisiert haben.

Zum Nachlesen

Lesen Sie hier den Artikel von Christine Tscherner in der Allgemeinen Zeitung

Kontakt

Mitarbeiterin Pressesprecherin, Referentin für Gleichstellungsangelegenheiten und Frauenförderung +49 6721 409 248 E-Mail schreiben