Grünes Leben statt Schottergärten: Studierende machen Bingen nachhaltiger
An der TH Bingen wird Wert auf Zusammenarbeit und praktische Anwendung gelegt. Deshalb kamen Professor*innen auf die Idee, „interdisziplinäre Workshops“ anzubieten. Dort arbeiten Studierendenteams fächerübergreifend an Projekten, die im Alltag etwas bewirken sollen.
Ingmar, Lena, Stefanie, Kilian und Carina hatten zunächst unterschiedliche Ideen, was ihr Projekt werden könnte. Nach dem Lesen des Hitzeaktionsplans der Stadt Bingen war klar: „Weg mit Schottergärten!“ Schottergärten sind nicht nur langweilig, sie schaden auch der Umwelt. Begrünte Flächen kühlen die Umgebung, bieten Lebensraum für Tiere und verbessern die Bodenqualität. „Der Aufwand muss nicht groß sein. Es gibt pflegeleichte Alternativen“, erklärt ein Teammitglied. „Und wenn es einen Anreiz gibt, setzt man Pläne eher um.“
Die Lösung des Teams überzeugte die Stadt Bingen: Gartenbesitzer*innen, die einen Schottergarten in eine naturnahe Fläche umwandeln, werden finanziell von der Stadt unterstützt und erhalten ein Schild als Auszeichnung. Ein QR-Code auf dem Schild führt zu Fördermöglichkeiten und Planungsanleitungen. So wird Nachahmung belohnt.
Für Ingmar, Lena, Stefanie, Kilian und Carina war das Projekt mehr als nur eine Übung: „Das ist schon etwas Besonderes. Erst hat man eine kleine Idee, dann steht man vor dem Planungsausschuss und jetzt wird unsere Auszeichnung in Binger Gärten stehen.“
Praxis und Wirkung
Auf der Webseite der Stadt Bingen findet man einen Leitfaden und weitere Informationen zur Auszeichnung für einen entsiegelten und naturnah begrünten Garten.
Wer selbst solche Erfahrungen sammeln will, findet an der TH Bingen den perfekten Ort – für Studiengänge, die Praxis und Wirkung verbinden.