Junge Tüftler überraschen mit Ideenreichtum
Ein Roboter, der das leidige Geschirrspülen übernimmt – diese Idee zog beim Regionalwettbewerb Jugend forscht viele neugierige Blicke auf sich. Die Fachhochschule Bingen hatte auch dieses Jahr wieder junge Forscherinnen und Forscher eingeladen, um die besten Projekte zu prämieren. Mit dem Roboter, viel Liebe zum Detail und Technik-Knowhow hatten die Zwölfjährigen Joseph Schmid, Fabian Specht und Vincent Schmandt vom Binger Stefan-George-Gymnasium die Juroren überzeugt. Der Lohn: Platz 1 im Fachgebiet Technik in der Alterssparte Schüler experimentieren. Doch insgesamt bewiesen alle insgesamt 61 Schülerprojekte, die am Nachmittag öffentlich vorgestellt wurden, erfrischenden Forschergeist und Ideenreichtum. Auch die zahlreichen Besucher ließen sich von der Begeisterung der Nachwuchsforscherinnen und -forscher mitreißen, bevor am Abend die Sieger gekürt wurden. 126 Schülerinnen und Schüler aus der Region konkurrierten in sechs Fachgebieten um die begehrten Preise. In der Sparte Schüler experimentieren bis 14 Jahre waren 84 Teilnehmer am Start, bei Jugend forscht ab 15 Jahre waren es 42 Teilnehmer. Die jeweils Erstplatzierten qualifizieren sich damit für die Landeswettbewerbe von Jugend forscht: Diese finden vom 23. bis 25. März 2015 in Bitburg und in der Sparte Schüler experimentieren vom 7. bis 8. Mai 2015 in Ingelheim statt.
Dieses Jahr feierte der Nachwuchswettbewerb unter dem Motto „Es geht wieder los“ sein 50-jähriges Jubiläum. „Unsere Intention ist es, durch den Wettbewerb Jugendliche für die Naturwissenschaften zu gewinnen, und den Schülerinnen und Schülern einen Motivationsschub zu bieten, der schon häufig über die Schullaufbahn bis zur beruflichen Karriere geführt hat“, weiß Regionalwettbewerbsleiterin Hellen Ossmann, die am Stefan-George-Gymnasium Mathe, Physik und Informatik unterrichtet. Prominentestes Beispiel sei Andreas von Bechtholsheim. 1974 war er Bundessieger bei Jugend forscht in Physik und später der Gründer von SUN Microsystems. Er ist heute der erfolgreichste deutsche Unternehmer in den USA. “Analysieren, überprüfen und belastbar begründen“ – das sei die Arbeitsweise des Ingenieurs und das Talent dazu hätten alle Teilnehmer gezeigt, lobte FH-Vizepräsident Professor Dr. Dieter Kilsch bei der abendlichen Siegerehrung.
Preise aus den Händen der Regionalwettbewerbsleiterin erhielten jeweils die drei besten Arbeiten in den einzelnen Fachgebieten und Alterssparten, dotiert mit 75 Euro, 60 Euro bzw. 45 Euro. Darüber hinaus wurden Sonderpreise verliehen.
Mit einer Tasche, gefüllt mit Erinnerungen an einen spannenden Tag, und einem herzlichen „auf Wiedersehen im kommenden Jahr“ verabschiedete FH-Vizepräsident Professor Dr. Dieter Kilsch die Schülerinnen und Schüler nach Hause.