Studierende erleben das Herz der Energieversorgung
Was passiert eigentlich in einem Umspannwerk? Das elektrische Energieversorgungssystem lässt sich mit einem Verkehrsnetz vergleichen. Höchstspannungsleitungen sind in dem Fall die Fernverbindungen, über die große Energiemengen über weite Distanzen transportiert werden. Die darauffolgende Netzebene, sozusagen die Zubringer- und Gemeindestraßen, stellen die regionale und lokale Verteilung zu den Endverbrauchern sicher. Umspannwerke bilden in diesem System zentrale Knotenpunkte, vergleichbar mit einer Kreuzung. Hier wird die mit sehr hoher Spannung – beispielsweise 400 kV – übertragene elektrische Energie auf niedrigere Spannungsebenen transformiert, sodass der Strom sicher in Haushalten und Industrie genutzt werden kann. Ohne diese Anlagen wäre eine zuverlässige und flächendeckende Stromversorgung nicht möglich.
Energiewende in Aktion
Mit Professor Dominik Häring machte sich die Exkursionsgruppe auf den Weg zum Umspannwerk der Amprion in Bürstadt. Vor Ort gab es nicht nur trockene Fakten, sondern echte Aha-Momente. Ein Umspannwerk vor Ort zu erleben, ist doch etwas anderes als die Theorie auf dem Papier zu kennen. Die Teilnehmenden waren beeindruckt von riesigen Schaltanlagen und Transformatoren und nahmen die Schutzsysteme unter die Lupe. Denn der Netzbetrieb muss im Alltag mit vielen Herausforderungen klarkommen.
Besonders spannend waren die Diskussionen zu den aktuellen Themen unserer Zeit: Netzausbau, Integration erneuerbarer Energien und die steigenden Anforderungen an die Netzstabilität. Diese Bereiche werden oft unterschätzt, sind aber für uns alle im Alltag hoch relevant. Hierfür braucht es clevere Lösungen. Und genau die entwickeln unsere Absolventinnen und Absolventen.
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