TH Bingen bildet Biodiversitätsbotschafterinnen und -botschafter aus
Die Technische Hochschule (TH) Bingen hat im Rahmen des Projekts „Drüber und Drunter“ 31 engagierte Menschen zu Biodiversitätsbotschafterinnen und -botschaftern ausgebildet. In zwei Schulungsblöcken im Januar und März 2026 erwarben sie theoretisches Wissen und praktische Fähigkeiten aus den Bereichen Bodenkunde und Artenvielfalt. Jetzt starten die Teilnehmenden eigene Projekte, die während der Vegetationsperiode 2026 umgesetzt werden.
Humorvolle Vergleiche als lockere Lernmethode
Fachleute verschiedener Institutionen und Hochschulen vermittelten in kurzweiligen Vorträgen die Grundlagen. Zunächst wurde geklärt, was Citizen Science eigentlich ist. Anschließend lernten die Teilnehmenden mehr über Bodenorganismen, Biodiversität und Bodengefüge. „Regenwurmlosung ist die Toblerone des Bodens“ – mit humorvollen Vergleichen wie diesem brachte Prof. Dr. Klaus Erdle von der TH Bingen seinem Publikum die Bedeutung gesunder Böden näher. Solche lebendigen Methoden sorgten für eine überaus positive Resonanz.
Teilnehmende entwickeln eigene Projekte
Im zweiten Schulungsblock im März vertieften die künftigen Botschafterinnen und Botschafter ihr Wissen in praktischen Bestimmungskursen zu Ackerwildkräutern, Wildbienen, Spinnen, Laufkäfern und Regenwürmern. Auf Feldern rund um den Campus konnten sie das Gelernte direkt anwenden. Im letzten Schritt entwickelten die Biodiversitätsinteressierten mit fachkundiger Unterstützung eigene Projekte. Über das Jahr 2026 werden sie ihre Projekte bearbeiten, der Öffentlichkeit vorstellen und damit einen wertvollen Beitrag zur Forschung und zum Wissenstransfer in die Gesellschaft leisten.
Wer neugierig geworden ist, wie diese Projekte aussehen, muss noch etwas warten. Im April 2027 werden ausgewählte Projekte auf einer öffentlichen Tagung vorgestellt. Die Veranstaltung steht allen offen, die sich für das Thema interessieren.
Das Projektteam zieht eine positive Bilanz
Das Projektteam von „Drüber und Drunter“ ist zufrieden. Projektleiterin Prof. Dr. Elke Hietel resümiert: „Wir freuen uns über das große Interesse und die sehr positiven Rückmeldungen. Das zeigt, dass Wissenschaft und Forschung auch im Kleinen betrieben werden können. Unser Projekt verankert die Biodiversitätsforschung in der Gesellschaft und bezieht die Bürgerinnen und Bürger aktiv mit ein.“ Das Angebot ist ein Beispiel dafür, dass die TH Bingen nicht nur ein Lernort für Studierende, sondern auch ein Ort der Erwachsenenbildung ist.
Das Projekt „Drüber und Drunter“ wird von der Stiftung Natur und Umwelt RLP gefördert und läuft bis Juni 2027.
Kontakt
Prof. Dr. Elke Hietel
Projektleitung2-220