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Erstes Modul der cyber-physischen Modellfabrik in Betrieb genommen

In den Vorlesungen der Verfahrenstechnik können Produktionsprozesse zukünftig live simuliert werden. Dafür sorgt die „Modellfabrik für chemisch-technische Prozesse auf Basis cyber-physischer Systeme (CPS)“, deren erstes Modul das Projektteam in Empfang genommen hat. „Die Anlage auszupacken fühlt sich an wie ein Geburtstagsgeschenk, das man sich selbst macht“, sagt Ulrike Kanzler, Mitarbeiterin des gleichnamigen Projekts, als das Modul aus der Transportverpackung befreit wird.

Um das Projekt zu realisieren, haben die verschiedenen Ingenieursbereiche aus Verfahrenstechnik und Automatisierungstechnik Hand in Hand gearbeitet. Im nächsten Schritt werden die gedachten Prozessabläufe programmiert, die später in den Vorlesungen der Verfahrenstechnik und Automatisierungstechnik Anwendung finden werden. So werden die Teilgebiete Automatisierung, Digitalisierung, Messdatenerfassung, Simulationstechnik und Robotertechnik abgedeckt. Die Module sind so konstruiert, dass auch ein Live-Betrieb im Hörsaal während einer Lehrveranstaltung möglich ist. Neben technischen Aspekten lassen sich auch Geschäftsprozesse abbilden und simulieren.

„Wir sind nun in der Lage, die der digitalen Transformation geschuldeten Fortschritte in modernster Anlagentechnik abzubilden. So bieten wir unseren Studierenden eine zeitgemäße, den aktuellen Entwicklungen angepasste Lehre“, sagt Prof. Dr.-Ing. Christian Reichert mit sichtlicher Freude am bisherigen Projektfortschritt. Die beiden übrigen Module der Modellfabrik werden zum Jahresende erwartet.

Das Projekt wird von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert und in Kooperation mit der Firma Adiro Automatisierungstechnik aus Esslingen umgesetzt.


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